Einlagen nach Mass
Dieses Hilfsmittel hat in der Umgangssprache viele Namen: Einlagen, Schuheinlagen, Fusseinlagen, Fussstützen, Fussbetten, Fussorthese, etc. Gemeint ist ein Stütz-, Dämpf- und Führungselement des Fusses, das im Schuh getragen werden kann. Orthopädische Einlagen sind so individuell wie die Füsse selbst. Sie werden nach Mass mittels Podogram, Computerscan, Rasterabdruck oder Formabdruck aus den verschiedensten Materialien hergestellt.
Eine orthopädische Einlage soll den Fuss stützen, Fussdeformitäten betten, Überlastungen Druckentlasten und funktionell Einfluss nehmen.

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Stützung des medialen Tragebogens
Der mobilisierbare Knick- und Senkfuss wird durch Anstützung unter dem inneren Längstragebogen des Fusses (Sustentaculum-tali-Bereich) korrigiert. Diese Korrekturform ist zusammen mit der Spreizfussentlastung eine der häufigsten Indikationen für Einlagen. Die Höhe einer solchen Stütze hängt ab vom Grad der Senkung, der Mobilisierbarkeit des Fusses, der Tragegewohnheit von Schuhen, der Belastbarkeit der Fusssohle und noch von vielen anderen Faktoren.

Stützung des vorderen Querbogens
Wenn die Mittelfussstrahlen der Fusssohle belastbar sind wird der Spreizfuss hinter den Mittelfussköpfchen gestützt, womit eine Druckentlastung unter den Zehengrundgelenken (Metatarso-Phalangeae-Gelenkkapseln) stattfindet. Je nach Stadium werden leichtere oder kräftigere Stützen angebracht. Beim lockeren Spreizfuss genügt oft eine Pelotte, die die randständigen Mittelfussstrahlen unberührt lässt. Bei fortgeschrittener Spreizfussbildung ist eine quere retrokapitale Stütze (Bild) angezeigt, welche alle Mittelfussköpfchen entlastet und den lateralen Fussrand verstärkt bzw. anhebt. Sind die mittleren Köpfchen besonders überlastet, gereizt und druckdolent, polstert man unter den betroffenen Köpfchen mit Hilfe einer schmetterlingsförmigen Vorfussentlastung und stützt die benachbarten Strahlen leicht an.
Die Stärke der Einlage und der retrokapitalen Abstützung hängt vom Schweregrad des Spreizfusses, dessen Beschwerden und vom Platzvorkommen im Schuh ab. Je nach Situation kann es nötig sein, die Entlastung mit einer Schmetterlingsrolle am Schuh und einem Brandsohlenfenster zu ergänzen.


Druckentlastung bei Fersensporn
Bei der Entlastung des Fersenspornes/ Fersenschmerzes handelt es sich um eine lokale Verminderung des Bodendruckes unter dem Fersenbein und eine Umverteilung auf die belastbaren Bezirke der Ferse und des Mittelfusses. Der Sporn bzw. die schmerzhafte Zone der Fersensohle wird ausgefenstert. Eine gute Druckumverteilung und eine effiziente Dämpfung erzeugen eine deutliche Schmerzverminderung. Als Ideal hat sich eine kombinierte Behandlung mit Physiotherapie und Einlagentechnik erwiesen.

Einlagen - Orthesen

Einlagen - Fuss-Orthesen


Einlage mit medialer Abstützung


Einlage mit retrokapitaler Stützung

Plantarfasciitis