Ferse
Das Fersenbein ist ein stark belasteter Knochen. Es dämpft den Auftritt und dient als Hebel-Kraftarm für den Triceps-Muskel.

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Der Messerstich am Morgen: Fersenschmerz (Fersensporn/ Plantar Fasciitis)

Die Beschwerden treten in der Regel allmählich auf und können abwechselnd aufflammen und abflauen. Häufiger sind sie einseitig, seltener beidseitig. Oft werden sie als "stechen" empfunden, manchmal auch als "brennen". Die Nachtruhe ist selten gestört, die ersten Schritte am Morgen aus dem Bett sind aber besonders schmerzhaft. Auch ein Entlastungsschmerz nach längerer Belastung ist ein Zeichen dafür.
Der Fersenschmerz ist auf eine mechanische Entzündung im Bereich der Ferse zurückzuführen. Dort, wo am Fersenbein das Längssohlenband (Plantaraponeurose) angewachsen ist, können nach einer besonderen Belastung kleine Risse entstehen (Mikortrauma), die zu einer lokalen Entzündung führen und die Knochenhaut und Bindegewebe reizen. Ob der knöcherne Fersensporn, der auf dem Röntgenbild beobachtet werden kann, direkt durch diese Entzündung entsteht, bleibt in der Medizin umstritten. Er kommt nämlich auch bei Leuten vor, die keine Fersenschmerzen haben. Umgekehrt kommt es häufig vor, dass man bei Leuten mit Fersenschmerzen röntgendiagnostisch keinen knöchernen Sporn feststellen kann. Es steht heute fest, dass der Fersensporn nicht selber für die Fersenschmerzen verantwortlich ist. Ursache für den Fersenschmerz kann Überlastung in irgend einer Form sein: Z.B. sportliche Aktivität in untrainiertem Zustand, Übergewicht oder Langzeitbelastung auf harten Böden in ungeeigneten Schuhen. Aber auch Fussdeformationen und Krankheiten können verantwortlich sein, wie Kinck-Senkfuss, Hohlfuss, Polyarthritis oder Gicht.
Behandlung:
Wenn der Schmerz längere Zeit anhält muss zunächst ein Arzt aufgesucht werden, der die richtige Therapie indiziert. Zur Bekämpfung der Entzündung werden antiphlogistische Salben und Medikamente verschrieben. Auch Ultraschallbehandlungen in Kombination mit Fersensporneinlagen und Stretching der Fussbeuger (Wadenmuskulatur, Achillessehne) sind erfolgreiche Behandlungsmethoden. Wichtig sind zweifellos Schuhe mit besonders dämpfenden (schockabsorbierenden) Absätzen. Bei besonders schweren Aktivitäten (Sport, Arbeit) muss die Belastung reduziert werden, zumindest vorübergehend.

Fersensporn

Fersensporn

Plantarfasiitis

Plantarfasciitis